"Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!" 

In dem vollbesetzten Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde Waldbronn konnte die SNW Vorsitzende Renate Bernhardt viele SNW-Mitglieder und eine ganze Reihe von Gästen zum Vortrag mit dem Polizeipräsidium Karlsruhe willkommen heißen.

Ausgehend von der von SNW initiierten und zusammen mit den Waldbronner Selbständigen, dem Polizeiposten Albtal und der Gemeinde Waldbronn mehrmals durchgeführten Aktion "Sicheres Waldbronn - der aufmerksame Nachbar" sollte durch die Vortragsveranstaltung auf die zunehmenden Gefahren, die von Betrügern aller Art ausgehen, aufmerksam gemacht werden. SNW hat sich zum Ziel gesetzt, für das betreute und sorglose Wohnen im Alter in der vertrauten Wohnumgebung zu sorgen. Nach den Worten von Renate Bernhardt setzt dies auch ein sicheres Wohnen voraus. Als Referenten stellte sie Herrn Michael Ottwaska vom Polizeipräsidiums Karlsruhe vor. In seinem Vortrag zog sich das Thema "Prävention“ wie ein "roter Faden" durch seine Ausführungen. Dabei hatte er insbesondere die ältere Generation im Blick, die immer wieder von Betrügern heimgesucht wird. Ganz besonders widmete er sich den Gefahren am Telefon. Schockanrufe, falsche Polizeibeamte, Enkeltricks, falsche Bankmitarbeiter, falsche Feuerwehrleute sowie unseriöse Notdienste bilden ein breites Gefahrenspektrum. Mit Beispielen aus der täglichen Praxis der Polizeibeamten zeigte er die raffinierte Vorgehensweise von Betrügern auf. Aus dem Zuhörerkreis war zu entnehmen, dass eine ganze Reihe bereits von solchen Anrufen betroffen war. Als Rat gab der Referent mit, schon beim geringsten Verdacht, den Telefonhörer aufzulegen und den Vorfall bei der Polizei zu melden. Auch regte er an, seine Telefonnummer aus dem Telefonbuch streichen zu lassen oder den Vornamen nur mit dem Anfangsbuchstaben zu versehen. Die Betrüger seien insbesondere auf der Suche nach "älteren Vornamen" wie Wilhelm oder Alfred, bei denen sie davon ausgehen, dass sich dahinter Senioren verbergen. Gefahren drohen auch an der Haustüre. Dazu gab er den Rat, die Haustüre nur zu öffnen, wenn man sich überzeugt hat, wer davorsteht.  Bei unvorsichtigem Einlass kommt es immer wieder zu schweren Trickdiebstählen. An der Haustüre erscheinen auch betrügerische Fassadenreiniger oder Dachdecker.  Sie lassen sich einen Vorschuss für den Einkauf von Material geben und verschwinden dann unerkannt. Deshalb sollte man sich nie auf solche Handwerker einlassen.

Auch die Gefahren, die sich aus dem Internet ergeben, wurde anhand von eindrucksvollen Beispielen hingewiesen. Insgesamt wurde aus dem Vortrag deutlich, dass die Gerissenheit der Betrüger weiter zunimmt und dass es gut ist, sich immer wieder mit den Gefahren auseinander zu setzen. Leider hat der Vortrag durch die indisponierte Stimme des Referenten gelitten, so dass die Informationen bei den Zuhörern akustisch nicht in der gewünschten Form ankamen. Eine zuvor installierte Lautsprecheranlage half auch nicht weiter.

Im Anschluss an den Vortrag hatte Renate Bernhardt -wie schon beim letzten Treffen- zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Dafür hatte sie um einen Obolus für Senioren im Ahrtal gebeten, die in Folge der verheerenden Flutkatastrophe immer noch von großer Not betroffen sind. Herr Habedank aus Waldbronn wird die Spende nach Rücksprache mit Seelsorgern im Ahrtal ohne Abzüge direkt an Bedürftige übergeben.

Dr. Karlheinz Henge