SNW-Mitglieder in den Heimatstuben beim Heimatabend am 13. Februar 2026
Unter den Waldbronner Alleinstellungsmerkmalen ragen die Heimatabende der Reichenbacher Heimatstuben besonders hervor. Die historischen Stuben, Musik mit heimatlichen Klängen, eine deftige Brotzeit und das Erleben von Reichenbacher Originalen bringen die Zeit der Reichenbacher Vorfahren lebhaft in Erinnerung. Dieses Erlebnis wollten sich viele SNW-Mitglieder nicht entgehen lassen. So war es verständlich, dass alle verfügbaren Plätze beim jüngsten Heimatabend frühzeitig vergeben waren.
Der eine oder andere hat den Heimatabend zum ersten Mal erlebt. Dabei konnte man beobachten, dass er das angestimmte Badner Lied zusammen mit allen anderen Anwesenden mit voller Inbrunst mitgesungen hat. Die Enge der Sitzplätze und die schmalen Tische, der gemeinsame Genuss von Leberwurst, Griebenwurst, Schinken und Griebenschmalz förderten anregende Gespräche und das gegenseitige Kennenlernen, das sicher über den gemeinsamen Abend hinaus anhält. Alle Mitwirkenden und insbesondere die Musiker und die fleißigen und ehrenamtlich tätigen Helfer in der Küche machten den Abend zum besonderen Erlebnis. Auch der Vorsitzende des Vereins "Heimatstuben" Bürgermeister Stalf ließ es sich nicht nehmen, zeitweise dabei zu sein. Zwischendurch bestand Gelegenheit, das "Museum" zu besichtigen. Hier wurden nach der Renovierung der Heimatstuben Utensilien zusammengetragen, die das bäuerliche und zum Teil beschwerliche Leben der früheren Reichenbacher Familien erkennen ließen.
Zum Ende des Heimatabends stimmten die Musiker den "Reichenbacher Blues" an: "Waisch noch, Kalle, domols…". Mit etwas Gänsehaut erinnerte man sich an den unvergessenen Malermeister Helmut Scheib, dessen Gesang und seiner Begleitung mit dem Bassinstrument besonders "unter die Haut " ging. Bei den einleitenden Worten wurde die Geschichte der Renovierung des zum Teil baufälligen Hauses dargestellt und dabei an die besonderen Verdienste von Helmut Scheib gedacht.
Froh gestimmt und mit vielen Eindrücken versehen, verließen die Gäste die Heimatstuben mit der Erinnerung, einen schönen Abend erlebt zu haben.
Dr. Karlheinz Henge