„Volles Haus“ beim 8. SNW Forum am 4. April 2011

Chef von „Schlösser und Gärten“  in Baden Württemberg referierte beim SNW Service Netzwerk Waldbronn

 

Michael Hörrmann, Chef der Schlösser und Gärten in Baden Württemberg überraschte die zahlreich erschienenen Teilnehmer am 8. SNW Forum im Bürgersaal des Rathauses schon zu Beginn seiner Präsentation: Jeden Anwesenden hat er zu einem kostenfreien Eintritt in eines von ihm verwalteten Schlösser, Klöster, Ruinen oder Gärten eingeladen.

Die Vorsitzende vom SNW Service Netzwerk Waldbronn e.V., Erika B. Anderer,  dankte dem Referenten und machte den Vorschlag,  eine Fahrt zum Schloss und Kloster Bebenhausen bei Tübingen für alle, die es wünschen, zu organisieren.

Danach folgte ein rhetorisches Feuerwerk. Michael Hörrmann  berichtete begeistert über seine umfangreiche Tätigkeit bei der Verwaltung und Vermarktung der ihm anvertrauten Kulturgüter. Sein Dienstsitz ist das Schloss Bruchsal. Von dort betreut er mit 140 Mitarbeitern die nahezu 60 Kleinode. Im Gegensatz zu Museen seien Schlösser lebendige Erinnerungsstätten. Der jeweilige Besucher kann sich vorstellen, dass ihm der Fürst oder die Hofdame bei seinem Rundgang jeden Moment begegnen könnte.

Jährlich kommen 3,2 Mio. Besucher,  die unsere Schlösser, Burgen, Klöster, Ruinen und Gärten sehen möchten.  Dazu zählen die  Schlösser Heidelberg, Mannheim, Bruchsal, Ludwigsburg und  Salem ebenso wie das Kloster Maulbronn und die Grabkapelle der Markgrafen in Karlsruhe und viele mehr. Berühmte Gärten wie Schwetzingen, Weikersheim oder der Botanische Garten in Karlsruhe befinden sich ebenfalls in seiner Obhut.

Seit Beginn seiner Tätigkeit vor 2 Jahren konnte die Zahl der Besucher um 20% gesteigert werden. Dabei wurden über 13 Mio. Eintrittsgelder  vereinnahmt. Insgesamt betragen die jährlichen Kosten 18,6 Mio. Das Land wendet weitere 20 Mio. für  notwendige Substands erhaltende Baumaßnahmen auf.

Man nimmt es Michael Hörrman ab, dass ihm der Zugang zu den Denkmalen durch alle gesellschaftlichen Gruppierungen  besonders am Herzen liegt. Insbesondere Jugendliche sollen durch  geeignete „Events“, wie zum Beispiel Popkonzerte in Schlössern und Gärten, begeistert werden. Besonders schwärmte er vom Schloss Favorit bei Rastatt.  Diesem  gut erhaltenen und noch voll eingerichteten Schloss merke man die deutliche Handschrift von Markgräfin Sybilla ganz besonders an.

Abschließend bedankte  sich Erika B. Anderer bei den zahlreichen Besuchern für ihr Kommen und bei Michael Hörrman für seinen beeindruckenden Vortrag. Jetzt sei man auf den Besuch eines der Schlösser besonders gut vorbereitet.